6.9.04
Entdeckungsreise
In einer Welt, in der es einen aktuell nicht einmal mehr überraschen darf, wenn beim Uncle Ben’s - Kochen herzhaft akrobatisch über den Herd ge-flic-flact wird, konnte ich heute doch noch ein paar Entdeckungen machen.
Meine kecke Prognose lautet, dass wohl mindestens 98,2 Prozent von Euch schon einmal im schwedischen Einrichtungshaus mit den gelb-blau wehenden Fahnen vor den Toren shoppen waren, in der Absicht, die eigenen vier Wände zu verschönern. Manche sind ja richtig süchtig nach dem skandinavischen Möbelshoppingparadies – vielleicht sind das Umlautfetischisten, die ganz heiße Ohren bekommen bei den ganzen ARKÖs, BÄRBARs und TROMSÖs auf den Artikelschildchen. Könnte mir nicht passieren.
Zumindest nicht wegen der lustigen Namen. Doch ab und zu gerät auch meinereiner in Verzückung beim Gedanken an ein verschwenderisches Lustwandeln durch die Möbelregale, und dann muss das Objekt der Begierde möglichst zeitnah aufgesucht werden. So wie heute. Zur Beruhigung des Kundenberaters meiner Hausbank passiert das viel zu selten. Aus gutem Grund. Ohne den Besitz eines motorisierten Untersatzes nämlich (dafür aber eines gültigen Rheinbahn-Tickets) ist eine Tour von Düsseldorf-Hamm bis zur Haltestelle „Ikea Reisholz“ unerträglich lang - mit Auto wären es 10 Minuten, wohlgemerkt. Irgendwann habe ich es dann doch noch geschafft.

Zurückgekommen von der Stadtrundfahrt bin ich nicht nur mit vielen kleinen IKEA-Schätzen im Rucksack, sondern auch mit neuen Beobachtungen im Gepäck. Bin durch Ecken von Düsseldorf gefahren, von denen aus ich wahrscheinlich nie wieder nach Hause gefunden hätte (die mir aber beim Heimfahren auch erst ein Gefühl von vertrautem, sicheren, heimischen Terrain bescherten). Fernab der Schiene hätte ich außerdem gar noch die borstenbärtige, aber liebenswerte Omma verpasst. Und wahrscheinlich hätte mir auch kein T-shirt – ausgefüllt mit einem Irokesenhaarpuschel, ein 20 cm-Stachelarmband und 13 halbmeterlange Ketten an der Jeans tragenden Mops – in dicken Lettern auf den Weg geben können: „DAS ist Punk“.
Ein Hoch auf die Infrastruktur. Danke.
P.S. Wer übrigens "echte" Stadtrundfahrten mag: in Köln ist die Freiluftversion per Rikscha zu empfehlen. Sehr feudal, so bequem für sich strampeln lassen... aber auch sehr spaßig!
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Meine kecke Prognose lautet, dass wohl mindestens 98,2 Prozent von Euch schon einmal im schwedischen Einrichtungshaus mit den gelb-blau wehenden Fahnen vor den Toren shoppen waren, in der Absicht, die eigenen vier Wände zu verschönern. Manche sind ja richtig süchtig nach dem skandinavischen Möbelshoppingparadies – vielleicht sind das Umlautfetischisten, die ganz heiße Ohren bekommen bei den ganzen ARKÖs, BÄRBARs und TROMSÖs auf den Artikelschildchen. Könnte mir nicht passieren.
Zumindest nicht wegen der lustigen Namen. Doch ab und zu gerät auch meinereiner in Verzückung beim Gedanken an ein verschwenderisches Lustwandeln durch die Möbelregale, und dann muss das Objekt der Begierde möglichst zeitnah aufgesucht werden. So wie heute. Zur Beruhigung des Kundenberaters meiner Hausbank passiert das viel zu selten. Aus gutem Grund. Ohne den Besitz eines motorisierten Untersatzes nämlich (dafür aber eines gültigen Rheinbahn-Tickets) ist eine Tour von Düsseldorf-Hamm bis zur Haltestelle „Ikea Reisholz“ unerträglich lang - mit Auto wären es 10 Minuten, wohlgemerkt. Irgendwann habe ich es dann doch noch geschafft.

Zurückgekommen von der Stadtrundfahrt bin ich nicht nur mit vielen kleinen IKEA-Schätzen im Rucksack, sondern auch mit neuen Beobachtungen im Gepäck. Bin durch Ecken von Düsseldorf gefahren, von denen aus ich wahrscheinlich nie wieder nach Hause gefunden hätte (die mir aber beim Heimfahren auch erst ein Gefühl von vertrautem, sicheren, heimischen Terrain bescherten). Fernab der Schiene hätte ich außerdem gar noch die borstenbärtige, aber liebenswerte Omma verpasst. Und wahrscheinlich hätte mir auch kein T-shirt – ausgefüllt mit einem Irokesenhaarpuschel, ein 20 cm-Stachelarmband und 13 halbmeterlange Ketten an der Jeans tragenden Mops – in dicken Lettern auf den Weg geben können: „DAS ist Punk“.
Ein Hoch auf die Infrastruktur. Danke.
P.S. Wer übrigens "echte" Stadtrundfahrten mag: in Köln ist die Freiluftversion per Rikscha zu empfehlen. Sehr feudal, so bequem für sich strampeln lassen... aber auch sehr spaßig!
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